Drei Könige

Adventskalender
14.12.2017

Drei Könige

Die drei Könige sind unterwegs, nicht nach Betlehem, nein zum Hotel Funkelstern, und Familie Nowak begleitet sie. Und das kam so.


Vor ein paar Tagen haben sich drei alte Männer in ihrem Stammlokal getroffen. Auf einen mussten sie recht lange warten, weil er schon so vergesslich ist. Als er dann endlich da war, stülpten sich alle eine Krone über und machten sich auf den Weg zu Familie Nowak, denn die haben ein kleines Kind. „Hast du was eingesteckt?“ fragten die beiden Männer und der Vergessliche nickte.

Wie sich alle gefreut haben, über den Besuch, die Geschenke, den Tee und die Herzlichkeit.

Zufrieden sind die drei Könige noch eine Weile durch den Schnee und die Stadt gestapft und es kam ihnen vor, als hätten die Sterne noch nie so hell geleuchtet

Heute nun kam Post vom Hotel Funkelstern, von der Direktorin höchstpersönlich. Auch wenn sie hinter den Bergen lebt, ist sie stets auf dem Laufenden. Für sie war klar, die Könige und die Familie sollen bei ihr Weihnachten feiern.

Eine fröhliche Zeit wünscht Susi Fux

Drei Könige, Heinz Janisch & Birgitta Heiskel, Tyrolia Verlag 2017

Danke für das Rezensionsexemplar.

PS.

Über das Geheimrezept der drei Könige freute sich die Direktorin ganz besonders.

D Frou Chnobli gumpet u si lacht,
wüu si hütt ihri Güetzi bacht.
Grad z allererscht bruucht si es paar
verzoubereti Chrottehaar,
dernäbe no ne Spatzezahn
u ds Gyxe vo re Ysebahn.
De bringt si no nes Güggu-Ei
u roseroti Schnäggebei.
Itz rüert si, u si bacht das Gmisch
bis alles stinkt und aabbrönnt isch.
Mit Ysgreemdampf wird alls glasiert
u schliesslech no mit Füür verziert.
Das isch Frou Chnoblis Gheimrezäpt,
für dass si tuusig Jahr lang läbt.
Lorenz Pauli

Frau Knoblauch lacht, denn heute backt sie ihre Kekse. Dazu braucht sie verzauberte Krötenhaare, einen Spatzenzahn, das Quietschen der Eisenbahn, von einem Hahn ein Ei und rote Schneckenbeine. Alles gut verrühren, dann backen bis es stinkt und angebrannt ist. Mit Eiscreme glasieren und Feuer verzieren. Das ist Frau Knoblauchs Geheimrezept, damit sie tausend Jahre lebt.